Eurofighter: EADS beharrt auf Anrechnung

24. September 2002, 12:22
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Jeep-Produktion doch noch ein Gegengeschäft

Wien - Die Produktion des Jeep Cherokee von Chrysler im Grazer Magna-Steyr-Werk war ursprünglich als Gegengeschäft für den Ankauf der Eurofighter gedacht. Jetzt soll die Jeep-Produktion doch anlaufen. Offen ist aber, ob die Fertigung des Jeep Cherokee als Gegengeschäft für eine Eurofighter-Beschaffung angerechnet wird. "Man kann das jetzt nicht sagen", meinte am Montag Ingrid Nemec, Sprecherin von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. Derzeit werde allgemein verhandelt, die Anrechnung sei Sache der für die Gegengeschäfte eingerichteten Plattform.

Eurofighter-Anbieter EADS beharrt auf einer künftigen Anrechnung als Gegengeschäft, obwohl gleichzeitig eingeräumt wird, dass der Vertrag auch dann in Österreich bleibt, wenn das Abfangjäger-Geschäft nicht zustande kommen sollte.

Haider dementiert Angebote für Kompensationsgeschäfte

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, der sich den Abschuss der Eurofighter auf seine Kappe schreibt, hat am Wochenende dementiert, dass es von seiner Seite konkrete Angebote für Kompensationsgeschäfte mit Kärnten gegeben habe, wie dies Klaus-Dieter Bergner, Senior Vice-President von EADS, behauptet. Im Juli hat Haider allerdings stolz berichtet, sich mit den EADS "sehr substanziell" über eine Ansiedelung in Kärnten unterhalten zu haben. Ex-FPÖ-Generalsekretär Peter Sichrovsky behauptete, Haider sei aufgrund der wirtschaftlichen Vorteile für Kärnten in die Kaufentscheidung "voll eingebunden" gewesen. (APA, völ)

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