Vorarlberger Bub fand Granate aus Dreißigjährigem Krieg

23. September 2002, 19:15
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Intakter Sprengkörper lag im Alten Rhein bei Lustenau unter Wasser

Bregenz - Ein 13-jähriger Schüler hat im Alten Rhein bei Lustenau einen altertümlichen Sprengkörper gefunden. Die "antike" Granate ist rund 350 Jahre alt und war noch intakt, meldete ORF Radio Vorarlberg am Montag.

Der Bub hatte den rundlichen Sprengkörper einen halben Meter unter der Wasseroberfläche entdeckt und mit nach Hause genommen. Zum Glück für den jungen Finder war der Sprengstoff - eine schwarzpulverähnliche Substanz - zu nass und es gelang keine Zündung. Bei einer Brandprobe habe sich herausgestellt, dass der Sprengstoff in der Granate noch einwandfrei funktioniert hätte, berichtet Gendarmerie-Sprengstoffexperte Peter Freudelsberger im ORF.

Laut Oberstleutnant Erwin Fitz vom Militärkommando Vorarlberg dürfte die Granate etwa 350 Jahre alt sein und aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) stammen. Seit dem 16. Jahrhundert seien Glas- und Tonkörper mit Pulver gefüllt und mit einer Lunte versehen als Handgranate verwendet worden, erinnerte Militärhistoriker Fitz. Bisher wurden derartige Funde in Vorarlberg nicht bekannt. (APA)

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