Rot-Grün "trotz Schulmeister"

23. September 2002, 18:52
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Kritik an Berichterstattung des ORF zur deutschen Wahl

Wie wichtig der ORF die deutsche Bundestagswahl am Sonntag nahm, wollen österreichische Medienleute in Berlin entdeckt haben: Nicht nur Korrespondenten und andere Journalisten werkten in großer Zahl - auch eine Sekretärin soll der Küniglberg eigens eingeflogen haben.

"Schwere Schlagseite"

Am ORF-Büroleiter in Berlin stoßen sich unterdessen die Grünen, die Paul Schulmeister "schwere Schlagseite" vorwerfen. Stefan Schennach, mit Abstand mitteilsamster Mediensprecher aller heimischen Parlamentsparteien: Die deutsche Bundesregierung sei von der Bevölkerung wiederbestätigt, "allen Kommentaren Schulmeisters zum Trotz." Der ORF weist den Vorwurf zurück, nicht objektiv berichtet zu haben.

"Stoiber gewinnt Wahl, Mehrheit für Rot-Grün weg"

Ganz ohne Schulmeister meldete ORF On Sonntag schon vor 20 Uhr etwas voreilig: "Stoiber gewinnt Wahl, Mehrheit für Rot-Grün weg", ohne auf die noch unsichere Datenlage hinzuweisen. "Wie alle, die der Hochrechnung von ARD und ZDF geglaubt haben", sagt ORF-On-Chef Franz Manola und verweist auf die erste Ausgabe des Boulevardblattes "Bild", das Edmund Stoiber noch großen Sieg attestierte. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 24.9.2002)

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