Seibersdorf-Duo will es noch einmal wissen

23. September 2002, 19:28
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Günter Koch und Wolfgang Pell bewerben sich um Vertragsverlängerung

Wien - In Zweckoptimismus üben sich Günter Koch und Wolfgang Pell, die langjährigen Geschäftsführer der Forschungsgruppe Seibersdorf (ARCS). Wie beide dem STANDARD bestätigten, werden sie sich um die Verlängerung ihrer im Frühjahr 2003 auslaufenden Verträge bewerben.

Insbesondere Koch (55), Wissenschaftschef des mit dem Arsenal fusionierten Forschungszentrums Seibersdorf, zuvor Professor der TU Graz und Gründer des European Software Institute (ESI) in Bilbao, will für seinen Verbleib kämpfen. Pell (42), ein Informatiker (TU Wien) und Handelswissenschafter (WU Wien), der über EVN, ABB und Hirtenberger als kaufmännischer Leiter zum ARCS kam, gab sich zugeknöpft.

Insgesamt sorgte die von Infrastrukturminister Mathias Reichhold überraschend eingeleitete "fristgerechte Kündigung" beider Verträge - nur Helmut Krünes, der Dezember 2001 bestellte Dritte, soll bleiben - für Verwunderung und Aufruhr. Offene Kritik kam von ÖVP und SPÖ: Reichhold solle die Ausschreibung zurückziehen, forderte VP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek. SP-Europasprecher Caspar Einem lehnt auch die ARCS-Neuausrichtung ab: "Jetzt will man aus Seibersdorf eine ,Provinzbude' machen, abgestellt auf Kleinbetriebe", ätzte Einem. (ung, DER STANARD, Printausgabe 24.9.2002)

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