"Ein Konkurrent weniger"

23. September 2002, 19:38
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Olympia-Kandidatur: Salzburger Reaktion auf Berns Rückzieher

Salzburg - "Wir sind nun der einzige europäische Bewerber, außerdem haben wir einen Konkurrenten weniger", kommentierte Egon Winkler, Generaldirektor der Salzburger Kandidatur für die Winterspiele 2010, die deutliche Niederlage Berns bei der Volksabstimmung über zwei Olympia-Kredite und den daraus resultierenden Rückzug. Neben Salzburg sind nur noch Vancouver und Pyeonchang (Südkorea) im Rennen. Der Ausrichter wird am 2. Juli 2003 beim IOC-Kongress in Prag ermittelt. Winkler bedauerte zwar die Berner ("Sie waren optimistisch und genauso mit Leib und Seele dahinter wie wir"), doch ändere das Ausscheiden des zweiten europäischen Bewerbers nichts an der eigenen Arbeit: "Wir haben nach wie vor die Verpflichtung, unser Bestes zu tun. Wir müssen unverändert alles daran setzen, die eigenen Stärken auszubauen und eventuelle Schwächen auszumerzen."

Gleichzeitig warnt Winkler vor voreiligen Vermutungen, dass nun alles auf ein Duell zwischen Salzburg und Vancouver hinauslaufen könnte. Aus seiner Sicht werde viel davon abhängen, "wie sich jeder Standort präsentiert". Darüber hinaus dürfe man nicht übersehen, dass nächstes Jahr in Prag 128 IOC-Mitglieder in geheimer Wahl abstimmen werden und dabei oft Momente eine Rolle spielen könnten, "die man mitunter gar nicht so ins Kalkül zieht". Trotzdem kann er sich vorstellen, dass etliche Stimmberechtigte, die eventuell für Bern votiert hätten, sich nun für den verbliebenen Europa-Bewerber, also Salzburg, entscheiden könnten. (red, DER STANDARD PRINTAUSGABE 24.9. 2002)

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