Blau gegen Geisterfahrt

23. September 2002, 19:54
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Neue Beschilderung an Auffahrten im Test

Wien - Ein Großteil der Geisterfahrten beginnt bei unklaren Beschilderungen im Bereich der Auffahrt, erklärte der Leiter des Ludwig Boltzmann Institutes (LBI) für Verkehrssystemanalyse, Ernst Pfleger, am Montag in einer Pressekonferenz. Allein im ersten Halbjahr 2002 wurden von der Ö3-Verkehrsredaktion 215 Geisterfahrten registriert.

Um diese Fehler zu verhindern wurde eine "Modellbeschilderung" entwickelt. Getestet wird das neue Konzept bei der Auffahrt Gloggnitz auf die Semmering-Schnellstraße (S6) und im Bereich Wiener Neustadt Süd bei der Mattersburger Schnellstraße (S4).

Die Untersuchungen hätten enorme Mängel gezeigt, sagte Pfleger. Bei Linkssabbiegern etwa verschwänden Verkehrszeichen hinter der vordersten Dachstrebe. Durch Mehrfachansichten des Zeichens "Einfahrt verboten" in der Fahrbahnmitte, entstehe Verunsicherung. Auch falsche optische Führung und Informationsüberlastung durch Wegweiser wurden festgestellt.

Beim neuen Design ist die "Autobahnfarbe Blau" vorherrschend, die im peripheren Sichtbereich besonders gut erkannt werden kann. Blau unterlegte Bodenmarkierungspfeile und Autobahn-Piktogramme sollen die Lenker sicher auf die richtige Auffahrt führen. An den Seiten sollen zusätzlich blau-weiße Pfeile die Fahrtrichtung angeben. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 24.9.2002)

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