Annan erhebt schwere Vorwürfe gegen Israel

23. September 2002, 18:26
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UNO-Sicherheitsrat diskutiert Lage in Nahost

New York - Mit schweren Vorwürfen gegen Israel hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan am Montag eine offene Debatte des Weltsicherheitsrates in New York über die jüngste Entwicklung im Nahost-Konflikt eröffnet. Die Dringlichkeitssitzung war von der Arabischen Liga beantragt worden, nachdem Israel am vergangenen Donnerstag mit der systematischen Zerstörung des Amtssitzes von Palästinenserpräsident Yasser Arafat in Ramallah begonnen hatte.

"Ich appelliere erneut an Israel, mehr Sorge für den Erhalt palästinensischen Lebens zu tragen und sich Strategien und Aktionen zu enthalten, die der Vierten Genfer Konvention zuwider handeln", sagte Annan. Er rief in Erinnerung, dass in den sechs Wochen vor dem erneuten Ausbruch von Gewalt am 18. September 54 Palästinenser von Israels Armee getötet wurden, während in Israel relative Ruhe herrschte.

Das internationale Bemühen um eine Nahost-Lösung "kann nur Erfolg haben, wenn die israelische Regierung den Prozess aktiv unterstützt, statt ihn zu behindern", sagte Annan. (APA/dpa)

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