EU-Asien-Gipfel diskutiert über Irak und Nahost

23. September 2002, 14:56
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25 Staat- und Regierungschefs aus der EU und Asien betonen die Bedeutung der Vereinten Nationen

Kopenhagen - Die 25 Staat- und Regierungschefs aus der EU und Asien beschäftigen sich auf ihrem Gipfeltreffen in Kopenhagen neben Handelsfragen auch mit den Themen Terrorismus, Irak-Krise und Nahost-Konflikt. In einem Resolutionsentwurf wird betont, dass der Kampf gegen den internationalen Terrorismus "auf der führenden Rolle der Vereinten Nationen und den Prinzipien der UN-Charta basieren muss". Der Irak wird in dem Text namentlich nicht genannt.

Von österreichischer Seite nimmt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) an den Gipfelberatungen unter dem dänischen EU-Ratsvorsitz teil. Auf asiatischer Seite nehmen Japan, China, Südkorea, Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam an dem bisher vierten Treffen dieser Art (ASEM) teil. Im Zentrum der 1996 beschlossenen regelmäßigen Gespräche stehen die Handelsbeziehungen.

Das bilaterale Handelsvolumen beider Regionen betrug im vergangenen Jahr fast 361 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 40 Prozent seit 1997 entspricht. Im vergangenen Jahr gingen 20 Prozent aller EU-Exporte nach Asien, womit die Region nach Nordamerika und Osteuropa drittgrößter Handelspartner der Gemeinschaft ist. Zu einem gesonderten Gipfeltreffen kommt es am Dienstag zwischen der EU und China, das von Ministerpräsident Zhu Rongji in Kopenhagen vertreten wird. Zhu hatte zuvor einen offiziellen Besuch in Österreich absolviert. (APA/AP)

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    Auch mit dabei: Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (re.) mit Kommissionspräsident Romano Prodi.

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