Georgien will russische Beobachter ins Pankisi-Tal lassen

23. September 2002, 14:30
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Schewardnadse: Beobachter könnten den Verlauf der Militäroperation verfolgen

Tiflis - Der georgische Präsident Eduard Schewardnadse hat Russland am Montag die Entsendung von Militärbeobachtern ins Pankisi-Tal vorgeschlagen. Die "natürlich unbewaffneten" Beobachter könnten den Verlauf der Militäroperation in dem Tal und weiteren Bezirken verfolgen, erklärte Schewardnadse in seiner wöchentlichen Rundfunkrede. Auf internationalen Druck hatte der Präsident Streitkräfte und Polizei angewiesen, im Pankisi-Tal "Terroristen und kriminelle Elemente festzunehmen und Geiseln zu befreien".

Nach russischen Angaben halten sich im Pankisi-Tal tschetschenische Rebellen versteckt. Die Regierung in Moskau hatte mit einer Militäroperation gedroht, sollte Georgien nicht strikt gegen die Rebellen im Pankisi-Tal vorgehen.

Bis zum Sonntag wurden in dem Tal 30 Personen festgenommen, darunter 25 Tschetschenen und ein Franzose arabischer Herkunft. Rund 2.500 Sicherheitskräfte seien im Einsatz, sagte Schewardnadse. Sie hätten unter anderem eine große Menge Waffen, Munition, islamistische Literatur und gestohlene Autos entdeckt. (APA/AP)

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