EU-Kommission: IBM darf PwC übernehmen

23. September 2002, 14:14
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Keine marktbeherrschende Stellung

Brüssel - Die EU-Kommission hat die Übernahme des Consultingbereichs von PricewaterhouseCoopers (PwC) durch IBM gebilligt. Nach der am Montag in Brüssel veröffentlichten Entscheidung der EU-Wettbewerbskommission bedeutet der Einstieg keine wesentliche Veränderung des Marktanteils von IBM bei IT-Dienstleistungen und daher keine Einschränkung der Wahlfreiheit des Verbrauchers. PwC bleibt weiterhin in den Bereichen Rechnungsprüfung und Unternehmensfinanzierung tätig.

Der US-Computerriese IBM will mit der Übernahme des Bereichs Consulting insbesondere in den Tätigkeitsfeldern Unternehmensstrategie, -beratung und -prozesse seine Kompetenz stärken. Der neu übernommene Bereich soll zur Gänze in IBM eingegliedert und in Zukunft auch unter diesem Namen geführt werden. Mit dann rund 180.000 Beschäftigten wird IBM zum größten Anbieter von IT-Dienstleistungen weltweit.

Kaum Auswirkungen auf europäischen Markt

Dennoch ergab die Untersuchung der Wettbewerbsbehörde, dass die Übernahme kaum Auswirkungen auf den europäischen Markt haben wird. Zwar biete IBM das breiteste Leistungsangebot, habe aber in keinem Bereich eine marktbeherrschende Stellung. Diese Gefahr entsteht nach Ansicht der EU-Kommision auch durch die Übernahme nicht.

IBM gab Ende Juli seine Pläne für die Übernahme der Consultingbranche von PwC bekannt. Der Computerriese zahlte dafür 3,5 Mrd. Dollar (3,58 Mrd. Euro). PwC Comnsulting beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter, die in diesem Jahr einen Umsatz von rund 4,9 Mrd. Dollar erwirtschaften werden. (APA)

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