Frau als Sündenbock

23. September 2002, 13:50
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Die deutsche Justizministerin Däubler-Gmelin wird der nächsten Bundesregierung nicht mehr angehören

Berlin - Die "vergifteten Beziehungen" zwischen Deutschland und den USA ziehen erste Folgen in der Personalpolitik nach sich. In einer Pressekonferenz in Berlin erklärte der deutsche Bundeskanzler Schröder, dass die durch ihren angeblichen Vergleich Bushs mit Hitler in die Presse gekommene Justizministerin Däubler-Gmelin der nächsten Regierung nicht mehr angehören wird. Däubler-Gmelin soll bei einer Veranstaltung mit GewerkschafterInnen gemeint haben, dass die Ablenkung von innenpolitischen Schwächen mit aussenpolitischen Manövern nichts neues seien und bereits in Zeiten Hitler Usus waren.

Schröder fügte aber noch hinzu, dass "im Übrigen, um auch das deutlich zu machen, hat Frau Däubler-Gmelin mir einen Brief geschrieben, heute, und mitgeteilt, dass sie für ein Amt im neuen Kabinett nicht zur Verfügung steht." Er werde für das Amt des Bundesjustizministers im Oktober einen Vorschlag machen.

(Reuters/red)

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