Stoiber will in Kürze in die USA reisen

23. September 2002, 19:52
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Ex-Kanzlerkandidat will "schweren außenpolitischen Schaden" ausgleichen

München - Der gescheiterte Kanzlerkandidat der deutschen Unions-Parteien, Edmund Stoiber, will in Kürze in die USA reisen. Er will sich dort bemühen, den von der rot-grünen Regierung angerichteten "schweren außenpolitischen Schaden" auszugleichen. Stoiber sagte nach einer Sitzung der CSU-Führung am Montag in München, er wolle das Gespräch "mit der Spitze Amerikas" suchen. Er wolle im US-Kongress deutlich machen, dass der von der Regierung im Wahlkampf geäußerte Standpunkt "nicht das Deutschland ist, sondern nur ein Teil Deutschlands".

Stoiber warf SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder vor, "auf einen Angst-Wahlkampf aufgebaut" zu haben. Dieser habe den Eindruck erweckt, als gehe es bei der Wahl um die Entscheidung für den Frieden.

Stoiber würdigte als CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident besonders das gute Ergebnis seiner Partei in Bayern. Er hob die Geschlossenheit der Unions-Parteien im Wahlkampf hervor: "CDU und CSU sind der Gewinner der Wahl."

Während die SPD "kräftige Verluste" erlitten habe, habe die Union "kräftige Zugewinne" erzielt: "Wir sind wieder auf gleicher Augenhöhe mit der SPD." Stoiber bedauerte, dass die FDP ihr selbst gestecktes Ziel nicht erreicht hat, denn in diesem Fall wäre eine gemeinsame Regierung möglich gewesen.

Stoiber wiederholte nicht mehr seine Erwartung, dass Rot-Grün die Legislaturperiode von vier Jahren nicht überstehen werde. Dies habe er in der Nacht angesichts einer vorhergesagten knapperen Mehrheit geäußert.(APA/dpa)

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