Ö1-Sendung "Tonspuren" gewinnt Dokumentations-Preis bei Prix Italia

23. September 2002, 15:17
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Alfred Kochs Feature über Schriftsteller Raymond Carver ausgezeichnet

Nach 22 Jahren stellt der Radiosender Österreich 1 wieder einen Sieger beim Prix Italia: Alfred Koch gewann am Wochenende mit seinem Feature "In der Seele gibt es ein Bedürfnis, nicht zu denken" - ein Porträt über den amerikanischen Schriftsteller Raymond Carver - im Bereich Dokumentation.

"In der Seele gibt es ein Bedürfnis, nicht zu denken - Das doppelte Leben des Raymond Carver" ist eine Koproduktion mit dem WDR und wurde erstmals in der Ö1-Reihe "Tonspuren" am 4. November 2001 ausgestrahlt und wurde bereits von mehreren deutschen Anstalten übernommen. Der 1957 in Graz geborene Alfred Koch arbeitet seit 1985 bei Österreich 1. 1991-1995 war er zuständig für das Magazin der Sendereihe "Diagonal - Radio für Zeitgenossen", seit 1995 ist er in der Ö1-Featureredaktion. Koch ist Producer der Sendereihe "Tonspuren - Hörbilder zur Literatur" und wurde 1998 mit dem "Radiopreis der Erwachsenenbildung" für "Der Brechtboykott in Österreich", 1999 mit dem "Dr. Reinhard-Galler-Preis" für die Satire "Heidiland - oder die verlorene Unschuld der Schweizer Berge" ausgezeichnet.

Die Kategorien

Der Prix Italia ist der älteste und traditionsreichste Fernseh-, Radio- und Web-Wettbewerb. In der Kategorie Radio gibt es Preise für qualifizierte Produktionen in den Bereichen Drama (Hörspiele), Dokumentation (Kultur und Aktuelles) und Musik. Er wurde von der RAI 1948 in Capri ins Leben gerufen. Die Teilnehmerliste des Prix Italia liest sich wie das literarische Who is Who des 20. Jahrhunderts, zu den Siegern zählten u. a. Samuel Beckett, Eugene Ionesco, Harold Pinter und Dylan Thomas. 75 öffentliche und private Radio- und Fernsehstationen sind Partner und ständige Mitglieder des international renommierten Prix Italia und repräsentieren 60 Länder in fünf Kontinenten. Nur Prix Italia-Mitglieder können am Wettbewerb teilnehmen, der heuer in Palermo stattfand.

Bisherige Ö1-Preisträger beim Prix Italia waren im Jahr 1978 Richard Goll und Alfred Treiber mit dem Feature "Der Sonnenzug" und 1980 Gert Hofmann mit seinem Feature "Die Überflutung". (APA)

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