Lift you up!

23. September 2002, 13:06
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Das Salzburger Museum der Moderne auf dem Mönchsberg soll per Panoramalift erschlossen werden - Architekturwettbewerb gestartet

Salzburg - Die Salzburger Altstadt erhält eine neue Touristenattraktion. Im Zuge der Errichtung des Museums der Moderne auf dem Mönchsberg wird die Salzburg AG einen Panoramalift auf den Stadtberg errichten. Der Aufzug über den Dächern der Weltkulturerbe-Altstadt soll ab Anfang 2004 die Menschen auf den Mönchsberg bringen und gilt praktisch als Eingang für das Museum. Unter internationalen Stararchitekten und heimischen Planern wird nun ein Siegerprojekt gesucht.

Siza, Hollein, Hadid, Richter, Heinrich, Delugan-Meissl, Pool und Flöckner/Schnöll im Wettbewerb

In der Sitzung des Salzburger Gestaltungsbeirates wird Dienstag die Idee vorgestellt. In den achtziger Jahren hatte der grüne Stadtrat Johannes Voggenhuber schon einmal die Idee, die damals zu heftigen Kontroversen in Salzburg geführt hatte. Der damalige Planer Alvaro Siza aus Porto ist auch jetzt wieder im Kreis jener acht anerkannten in- und ausländischen Architekten, die zum Wettbewerb eingeladen werden. Die weiteren Planer sind nun Hans Hollein aus Wien, Zaha Hadid aus London (die erst mit dem Bau der neuen Berg-Isel-Schanze in Innsbruck für Aufsehen in Österreich gesorgt hat), Helmut Richter aus Wien, Udo Heinrich aus Salzburg, das Büro Delugan-Meissl aus Wien, die Gruppe "Pool" aus Wien sowie das Büro Flöckner/Schnöll aus Salzburg.

"Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste"

Ein Verfechter der Idee ist Salzburgs Altstadt-Ressortchef Vzbgm. Karl Gollegger (V): "Der neue Panoramalift stellt eine wesentliche Belebung der Altstadt und des Mönchsberges dar, lässt auf Grund seiner Signifikanz im Stadtbild mehr Besucher des Mönchsbergs und seiner Infrastruktur erwarten und wird Anziehungspunkt für Einheimische wie Gäste." Und auch von der Bürgerliste (Grüne) kommt Zustimmung. "Der Lift könnte beweisen, dass moderne Bauweise auch an einem markanten Platz in der Altstadt möglich ist und einen Akzent unserer Zeit setzen darf", betonte Planungs-Sprecherin Angelika Gasteiner.

Wirtschaftlichkeit des Projekts

"In unseren Wirtschaftlichkeitsrechnungen stellt sich das Projekt mit einer Investitionssumme von 1,8 Millionen Euro und den damit verbundenen Mehreinnahmen (mehr Fahrgäste, Belebung des Mönchsberg durch das Museum der Moderne, Gastronomie am Mönchsberg) positiv dar. Wir rechnen mit einer Amortisation in weniger als acht Jahren.(APA)

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