Neuerlich Falschbuchungen bei Qwest

24. September 2002, 19:17
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Umsatz aufgebläht: US-Telekomkonzern muss Bilanzen um 950 Millionen Dollar korrigieren

New York/Wien - Der US-Telekommunikations- konzern Qwest musste am Sonntag neuerlich Falschbuchungen einräumen und gab zu, im Juni 2000 die Umsätze fälschlich um 950 Millionen Dollar aufgebläht zu haben. Die Bilanzen 2000 und 2001 werden nachträglich korrigiert, hieß es aus dem Unternehmen. Darüber hinaus kündigte Qwest an, es könne weitere Wertberichtigungen nicht ausschließen und verwies auf eine mögliche zusätzliche Umsatzkorrektur von 531 Millionen Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf von Netzwerk-Kapazitäten.

SEC ermittelt

Die Bilanzierungsmethoden des Telekomunternehmens werden seit Monaten von der US-Börsenaufsicht SEC untersucht. Unter dem Druck des von der SEC verlangten Eides gab der Qwest bereits Ende Juli Falschbuchungen von 1,16 Mrd. Dollar zu. Von 1999 bis 2001 hat Qwest Umsätze aus seinem Geschäft mit optischen Netzwerken falsch bilanziert. Das angeschlagene Unternehmen sitzt auf einem Schuldenberg von schätzungsweise 26,6 Mrd. Dollar. Qwest-Aktien schlossen am Freitag an der New Yorker Börse bei 2,85 Dollar. Seit Jahresbeginn haben die Papiere 80 Prozent ihres Wertes verloren. (red)

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    Seit Jahresbeginn hat die Aktie des in den Strudel der US-Bilanzskandale verwickelten Unternehmens 80 an Wert verloren.

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