Laut Umfrage ist Wiens Bevölkerung mit dem Trinkwasser sehr zufrieden

23. September 2002, 11:54
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Wasserwerke setzen in Zukunft verstärkt auf Grundwasseraufbereitung

Wien - Die Wiener sind laut einer aktuellen Umfrage der Firma Triconsult durchwegs zufrieden mit ihrem Trinkwasser. 92 Prozent der Befragten beurteilten die Qualität des Wassers als "sehr gut" oder "gut", sagte Wasserwerke-Betriebsvorstand Hans Sailer am Montag auf einer Pressekonferenz. Umweltstadträtin Isabella Kossina (S) kündigte für die nächsten Jahre Investitionen in der Höhe von rund 50 Mill. Euro an, um die Grundwasservorkommen in Wien zu sichern.

Zusätzlich zur Versorgung mit Hochquellwasser, die laut Kossina für eine Großstadt "einzigartig" ist, wollen die Wasserwerke in Zukunft verstärkt auf Grundwasserversorgung aus Wiener Vorkommen setzen. So sollen die beiden Grundwasseraufbereitungsanlagen in der Lobau und in Nussdorf und der horizontal gefilterte Brunnen auf der Donauinsel künftig miteinander verbunden werden, kündigte Wasserwerke-Chef Sailer an. Ein neues Wasserwerk in der Donaustadt soll die drei bestehenden Anlagen "optimal bewirtschaften".

Grundwasseraufbereitung soll forciert werden

Ziel sei es, die Grundwasseraufbereitung zu einer "dritten Säule" für die Wiener Trinkwasserversorgung zu machen, erklärte Sailer. Während derzeit nur rund zwei bis sechs Prozent des Wiener Trinkwassers durch Grundwasser aufgebracht werde, sollen die Investitionen eine Abdeckung bis zu 50 Prozent möglich machen, falls eine Hochquellleitung ausfallen sollte, so Sailer.

Geplant ist ebenfalls, das mit chlorierten Kohlenwasserstoffen belastete Brunnenfeld Moosbrunn zu sanieren. Derzeit könne das Wasser nur gemischt mit anderen Brunnen verwendet werden, sagte der Wasserwerke-Chef. (APA)

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