Sharon verbietet Treffen zwischen Arafat und EU-Nahostgesandten

23. September 2002, 11:30
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Moratinos um Lösung der Krise in Ramallah bemüht

Ramallah/Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat ein Treffen zwischen dem belagerten Palästinenserpräsidenten Yasser Arafat und dem EU-Nahostgesandten Miguel Moratinos verboten. Dies meldete am Montag der israelische Nachrichtendienst "y-net". Moratinos wollte sich den Berichten zufolge bei getrennten Gesprächen mit Sharon und Arafat um eine Lösung der Krise in Ramallah bemühen.

Die israelische Armee hielt die Belagerung Arafats auch am Montag weiter aufrecht. Unter massivem Druck der USA war die systematische Zerstörung des Hauptquartiers am Sonntagabend vorläufig beendet worden. Israel fordert jedoch weiterhin die Auslieferung von bis zu 50 Palästinensern, die es terroristischer Aktivitäten beschuldigt.

Innerhalb der israelischen Regierung zeichnete sich ein Streit über das weitere Vorgehen in Ramallah ab. Der rechtsgerichtete Umweltminister Zachi Hanegbi sagte im israelischen Rundfunk, die Operation "Eine Frage der Zeit" sei nicht beendet. Arafat werde letztendlich deportiert werden, entweder noch in diesem Monat oder im kommenden. Der israelische Außenminister Shimon Peres sprach sich jedoch entschieden gegen eine Ausweisung des Palästinenserführers aus. Ein solcher Schritt würde nur zu einer erneuten Stärkung Arafats beitragen, betonte Peres. (APA/dpa)

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    Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat ein Treffen zwischen dem belagerten Palästinenserpräsidenten Yasser Arafat und dem EU-Nahostgesandten Miguel Moratinos verboten.

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