Aus für VW Lupo und Audi A2

23. September 2002, 09:53
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VW-Chef Pischetsrieder will kostspielige Fehlentwicklungen vermeiden - Unprofitable Modelle sollen auslaufen

Wolfsburg - Der VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder hat seine Absicht bekräftigt, die Modellpalette im Konzern zu straffen. Nicht profitable Fahrzeugtypen wie der VW Lupo und der Audi A 2 sollen auslaufen und keine Nachfolger bekommen, sagte er der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Ein neuer Vorstandsausschuss Produktplanung (VAP) unter seinem Vorsitz solle kostspielige Fehlentwicklungen vermeiden. Stellvertreter dieser neuen Führungsebene werde Audi-Chef Martin Winterkorn sein.

Besonderes Augenmerk will Pischetsrieder künftig auf die Bestseller-Modelle richten. "Wir werden die Modell-Zyklen im Konzern neu festlegen." Es gehe nicht an, dass die "Brot-und-Butter-Autos" wie Golf und A6 zur gleichen Zeit auslaufen, eine Lücke in die hausinterne Zulassungsstatistik reißen und die Nachfolge-Modelle zeitgleich mit großem Aufwand angeschoben werden.

Der VW-Chef will den Konzern künftig stärker auf den Standort Wolfsburg konzentrieren. Sein Vorgänger Ferdinand Piech habe bereits den Fehler zugegeben, zu viel Föderalismus erlaubt zu haben. Er werde strikt gegen separatistische Tendenzen bei der Konzern-Tochter Audi vorgehen, kündigte der ehemalige BMW-Chef an. "Das ist einer der Gründe, warum der vorherige Audi-Chef und exzellente Techniker Franz-Josef Paefgen jetzt in anderer Position wirkt", sagte Pischetsrieder.(APA/dpa)

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    foto: derstandard.at
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