Meditationsstunden

23. September 2002, 20:09
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"Brammer sieht Schwarz" bei dietheater Konzerthaus

"Was ich bin, steht im Text" sagt Brammer in "Brammer sieht Schwarz" von Armin Baumgartner, einer Produktion des nomad-theatre. Dessen Konzept: Die Ineinanderschiebung zweier Realitätsebenen, die des Schauspielers und die der zu spielenden Rolle. Brammer ist Philipp Brammer, der mit seiner Kollegin Katharina Schwarz alias Schwarz am Theatertisch den Text probt. Die beiden diskutieren in ihren oft ununterscheidbar wechselnden Parallelexistenzen die Auflösung ausgemachter Wirklichkeiten.

Die Schulmädchenstimme der Katharina Schwarz erhebt sich im ersten Drittel noch zu einem glamourösen Auftritt mit Stielzigarette, während die Höhepunkte bis zum Ende des eher lähmenden Diskursspiels vom bierkapselbeißenden Brammer vollführt werden: Er kippt ein Dutzend Flaschen. Das Wechselspiel von Illusion und Existenz - Regie: Thomas Jelen Jelinek - zeigt aber nichts, behauptet nichts, es vergeht. (DER STANDARD, Printausgabe, 24.9.2002)

Von
Maragarete Affenzeller

dietheater Konzerthaus,
3., Lothringerstraße 30,
(01) 587 05 04.
Bis 28.9., 20.00
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