Schröder und Fischer bekräftigen Willen zur Zusammenarbeit

23. September 2002, 08:36
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Koalitionsverhandlungen in "fairem, partnerschaftlichem Geist" angekündigt

Berlin - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer haben in der Nacht zum Montag ihren Sieg bei der Bundestagswahl gefeiert und ihren gemeinsamen Willen zur Fortsetzung der rot-grünen Regierungskoalition bekräftigt. Dies hätten sich beide gegenseitig in einem persönlichen Gespräch versichert, sagte der SPD-Chef in Berlin. Der Grünen-Spitzenkandidat sagte, die gute Zusammenarbeit der letzten vier Jahre werde "im Interesse des Landes" fortgesetzt.

Ob die Grünen wegen der verschobenen Machtverhältnisse einen zusätzlichen Ministerposten fordern werden, wollte Fischer nicht sagen. Die Koalitionsverhandlungen würden in einem "fairen, partnerschaftlichen Geist" geführt, sagte der Außenminister. "Im Sieg muss man bescheiden sein."

Schröder sagte, die SPD gehe "ohne Überheblichkeit" in die Koalitionsverhandlungen. Er wies darauf hin, dass die rot-grüne Koalition den Wahlerfolg auch "gegen eine Medienmacht" in der Presse errungen habe. Bereits zuvor hatten Innenminister Otto Schily und Fraktionschef Ludwig Stiegler die aus ihrer Sicht einseitige Berichterstattung der Springer-Presse kritisiert. (APA/AP)

Schröder sagte am Abend: "Wir haben eine gute Aussicht, diese Politik fortzusetzen und wir wollen sie fortsetzen." Der Kanzler setzte hinzu: "Mehrheit ist Mehrheit, und wenn wir sie haben, werden wir sie auch nutzen."
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    Knapp aber doch reicht es für eine Neuauflage von Rot-Grün

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