CDU-General Goppel: "Gegen uns regiert keiner"

22. September 2002, 19:15
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Bisky: "Was ist falsch gewesen?" - Späth will in eine Unionsregierung

München - Die Union hat nach den Worten von CSU-Generalsekretär Thomas Goppel bei der Bundestagswahl ihr wichtigstes Wahlziel erreicht. Es sei gelungen, die bürgerliche Mitte "wieder auf ihre Matte zu stellen", sagte Goppel der ARD in München. "Gegen uns regiert keiner." Die sich bisher abzeichnende extrem knappe Mehrheit für Rot-Grün mit 301 von 600 Sitzen zeige, dass diese Regierung "abgewirtschaftet" habe, sagte Goppel.

Der PDS-Politiker Lothar Bisky sprach nach der Wahl am Sonntag von einer schweren Stunde für seine Partei. Er habe ein besseres Abschneiden erhofft, sagte der frühere Bundesvorsitzende im ORB-Wahlstudio. "Ich glaube, die gesamte Partei - auch Lothar Bisky - hat sich zu befragen: Was ist falsch gewesen?"

PDS-Chefin Gabriele Zimmer schloss in der ARD einen Rücktritt vorerst aus und verwies auf den Bundesparteitag in drei Wochen, bei dem ein neuer Bundesvorstand gewählt werden soll. Dort werde man offen miteinander diskutieren. Zimmer räumte zugleich Fehler ein. Offensichtlich habe die PDS es gerade in den vergangenen Wochen nicht geschafft, die Wähler mit ihren Perspektiven zu erreichen.

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Lothar Späth sprach im ZDF von einem Erfolg der Union, die die Chance habe, stärkste Fraktion zu werden. Nun komme es darauf an, wie die FDP abschneide, um die Regierung bilden zu können. Wenn die Union die Regierung stelle, werde er nach Berlin gehen, antwortete er auf eine entsprechende Frage. (APA/dpa/AP)

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