UnitedLinux verstößt möglicherweise gegen GPL

22. September 2002, 16:54
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Non-Disclosure Agreement mit Partnern verhindert Veröffentlichung der Weiterentwicklungen

Die kommende Linux-Distribution United Linux verstößt möglicherweise gegen die GNU General Public License (GPL). Laut einem Bericht des Online-Magazins NewsForge hat UnitedLinux mit Unternehmen die am Closed Beta Programm teilnahmen, ein Non-Disclosure Agreement (NDA) abgeschlossen. Die Abmachung enthält einen Passus in seinen Bedingungen, der die Teilnehmer verpflichtet, die zukünftigen Weiterentwicklungen nicht frei und kostenlos zu veröffentlichen.

Die GPL

GPL ist die Abkürzung von GNU General Public License die im Sinne der Open Source-Bewegung vorsieht, dass Software unter der GPL frei kopierbar sein und auch der Quellcode mitgeliefert werden muss. Nach einem rechtsgültigen Passus in der GPL darf entsprechende Software auch nicht von Drittanbietern kommerziell genutzt werden.

United Linux vs. Open Source

Unter die GPL fallen unter anderem der Linux-Kernel und eine große Anzahl der Programme, die in einer Linux Distribution Verwendung finden. Da auch der Quelltext jener Programme, die auf GPL Code basieren, frei verfügbar sein muss, bedeutet das Agreement von United Linux einen Verstoß gegen das Copyright der Autoren von Linux und den enthaltenen Programmen.

Free Software Foundation verlangt Erklärung

In einem offenen Brief des Executive Directors der Free Software Foundation, Bradley Kuhn, verlangt dieser eine Erklärung der Abmachung und die Veröffentlichung der Bedingungen der Closed Beta. Dies soll bei der Feststellung helfen ob Conectiva, SCO, SuSE und TurboLinux - die Hersteller von United Linux - die Rechte der anderen Entwickler beachten.(red)

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