Frankreich schickt Truppen nach Afrika

22. September 2002, 11:18
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Französische Soldaten sollen Sicherheit ausländischer Bürger gewährleisten

Abidjan - Frankreich hat nach Angaben der französischen Botschaft in Abidjan Truppenverstärkungen nach Cote d'Ivoire geschickt, um Franzosen und andere ausländische Bürger zu schützen. Oberst Philippe Bonnel sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters, die Truppenverstärkungen dienten nicht einer Intervention, sie sollten vielmehr die Sicherheit französischer und anderer westlicher Bürger in dem afrikanischen Land gewährleisten. Er könne keine Einzelheiten nennen, aber über Nacht seien zwei Flugzeuge eingetroffen. In der Hauptstadt Abidjan unterhält Frankreich einen Stützpunkt mit etwa 500 Mann.

Der Oppositionsführer von Cote d' Ivoire, Alassane Dramane Ouattara hält sich zuzeit in der französischen Botschaft auf. Unbekannte hatten das Haus des früheren Premierministers zuvor niedergebrannt. Der Oppositionspolitiker glaubt, dass es sich bei den Tätern um Angehörige der Sicherheitskräfte des Landes handelt. Ouattara war von 1990 bis 1993 ivorischer Präsident.

Die Unruhen in der Elfenbeinküste waren am Donnerstag in der Hauptstadt Abidjan und weiteren Städten im Norden ausgebrochen. Meuternde Soldaten, die sich gegen ihre Entlassung aus der Armee wenden, hatten Regierungseinrichtungen angegriffen. Die Städte Bouake und Korhogo stehen unter Kontrolle der Rebellen. Bei Kämpfen zwischen Meuterern und Armee sollen nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens in den vergangenen Tagen mindestens 270 Menschen getötet und etwa 300 verletzt worden sein. (APA/Reuters)

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