Haider: "Hoffe, dass er uns nicht enttäuscht"

22. September 2002, 13:29
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"Verdankt Wahl an FP-Spitze meiner Unterstützung" - Reichhold: "Bin keine Marionette"

Wien - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat die Überzeugung geäußert, dass der neue FPÖ-Obmann Mathias Reichhold vor allem dank seiner Unterstützung mit großer Mehrheit an die Spitze der Partei gewählt worden ist. Laut Ö3-Radio von Sonntag Früh nannte der Altobmann die 92,2 Prozent für Reichhold beim Parteitag in Oberwart ein "beachtliches Ergebnis" . Die Parteitagsdelegierten hätten gemeint, "wenn der Jörg hinter ihm steht, dann vertrauen wir ihm", formulierte Haider.

"Ich hoffe, dass er uns nicht enttäuscht und dass er sich nicht von der Wiener Atmosphäre anstecken lässt", fügte der Landeshauptmann hinzu. Reichhold solle sich nicht an die anderen Parteien anpassen. Der neue FPÖ-Obmann könne jedenfalls auf Unterstützung aus Kärnten zählen, versicherte Haider, der dem Parteitag in Oberwart am Samstag ferngeblieben war.

Reichhold: "Bin keine Marionette"

Der neue FPÖ-Chef, Mathias Reichhold, reagiert scharf auf Aussagen Jörg Haiders, wonach er vor allem dank Haider Unterstützung an die Spitze der Partei gewählt worden sei. "Ich bin keine Marionette", betonte Reichhold am Sonntag auf Anfrage der APA. "Ich freue mich über jede Unterstützung. Ich fühle mich aber weder irgendwelchen Wiener Kreisen verpflichtet noch irgendwelchen Zurufen", so der neue FP-Obmann zum heutigen Statement des Kärntner Landeshauptmanns.

Ziel sei es darzulegen, "dass die FPÖ eine verlässliche und regierungsfähige Partei ist", meint Reichhold. Mit seiner Wahl breche eine "neue Ära" für die FPÖ an. Die 92,2 Prozent der Delegierten, die Reichhold am Samstag zum Parteichef gewählt haben, hätten ihm damit "ein überwältigendes Vertrauen" ausgesprochen. Nun gelte es auch das Vertrauen der Bevölkerung "zurückzuerobern", so der FP-Obmann. (APA)

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