Rekordbeteiligung bei Demonstration für Fuchsjagd in London

23. September 2002, 08:51
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Mehr als 400.000 BefürworterInnen gingen für die Hetzjagd auf die Straße

London - An der Demonstration für die Fuchsjagd in London haben sich nach neuen Angaben der Polizei mehr als 400.000 Menschen beteiligt. Es sei die größte Demonstration in der britischen Hauptstadt seit 20 Jahren gewesen, teilten Exekutive und Organisatoren am frühen Sonntagabend mit.

Die Menschen aus allen Teilen des Landes protestierten gegen das geplante Verbot der Hetzjagd. Das Unterhaus hatte sich Ende März dafür ausgesprochen. Die Gegner der Jagd kritisieren das Hobby als barbarisch und elitär. Neben den Jagdfreunden waren auch so genannte Freunde des ländlichen Lebens zur Demonstration in London aufgerufen.

"Gemeinsames Ziel von Stadt und Land"

"Dies ist ein Marsch, der Stadt und Land in dem gemeinsamen Ziel vereinigt, eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft im ländlichen Großbritannien zu sichern", erklärte Adrian Yalland von der Land-Allianz. Der Parteichef der oppositionellen Konservativen, Iain Duncan Smith, kündigte seine Unterstützung für den Protest an. Er werde "nicht nur für das Landleben, aber für die Art Land, in dem ich leben möchte" teilnehmen, erklärte er in einem Beitrag für den "Sunday Telegraph".

Er wolle in einer Gesellschaft leben, die die Rechte aller respektiere, auch wenn einige diese als widerwärtig empfänden, schrieb er in Hinblick auf die Hetzjagd von Füchsen. Den Tierschützern und Hetzjagdgegnern erlaubte die Polizei eine kleine Gegendemonstration vor dem Parlament. (APA/AFP)

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    Die Fuchsjagd polarisiert

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