Ried remisiert gegen Austria

22. September 2002, 18:08
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Zehn Oberösterreicher erkämpften gegen den zweiten Anzug der Wiener ein 1:1

Ried - Am späten Samstag Nachmittag trennten sich SV Ried und die Austria in der elften Runde der T Mobile-Bundesliga mit 1:1 (1:1). Thorstein Helstad hatte die Wiener nach 14 Minuten in Führung gebracht, Muhammed Akagündüz gelang vor 7.000 Zuschauern aber nach 30 Minuten der Ausgleich. Ried musste ab der 44. Minute nach Gelb-Rot für Thomas Nentwich mit zehn Mann auskommen, Milan Oraze wehrte im Anschluss an den Ausschluss den Foulelfmeter von Vladimir Janocko ab. Pasching kann damit am Sonntag bei einem Auswärtssieg in Kärnten wieder die Austria an der Tabellenspitze ablösen.

Aderlass im Austria-Mittelfeld

Die Gastgeber mussten auf Herwig Drechsel und Thomas Darazs (beide verletzt) sowie Michael Angerschmid (gesperrt) verzichten. Bei der Austria fehlten im Gegensatz zum 5:1-Sieg im UEFA-Cup gegen Schachtjor Donezk die verletzten Ernst Dospel, Michael Wagner, Jürgen Panis und der gesperrte Krzysztof Ratajczyk, Djalminha wurde geschont, dazu saß Thomas Flögel zunächst nur auf der Ersatzbank.

Ried kam mit dem Selbstvertrauen des 3:1-Heimerfolgs gegen Rapid zur ersten Möglichkeit, aber Akagündüz (Hattrick gegen den Rekordmeister) scheiterte in der vierten Minute nach weiter Lesiak-Vorlage an Austria-Torhüter Thomas Mandl. Danach vergab Radoslav Gilewicz in der zehnten Minute nach Vorarbeit von Dheedene und Janocko die erste Austria-Chance, vier Minuten später aber gingen die ganz in Weiß spielenden Violetten in Führung: Nach idealer Hereingabe von Raymond Kvisvik war sein norwegischer Landsmann Thorstein Helstad in der Mitte zur Stelle und drückte den Ball ins Netz.

Helstad, im UEFA-Cup als Joker zweifacher Torschütze, rechtfertigte auch danach seine Nominierung von Beginn an. In der 20. Minute setzte sich der Norsker perfekt durch und bediente Angriffspartner Gilewicz, der aber an Ried-Keeper Milan Oraze scheiterte. Zehn Minuten später rächte sich die vergebene Großchance, denn Akagündüz bestätigte seine Treffsicherheit gegen die Wiener Großklubs. Im Strafraum umkurvte er Julio Cesar und traf ins kurze Eck zum 1:1 (30.).

Oraze hält Elfer

In der 44. Minute entschied Schiedsrichter Bernhard Brugger nach Foul von Thomas Nentwich an Gilewicz an der Strafraumgrenze auf Elfmeter und schickte den Ried-Verteidiger mit Gelb-Rot vom Platz. Vladimir Janocko scheiterte aber an Milan Oraze, der den nicht besonders scharf geschossenen Strafstoß parierte.

Nach dem Wechsel zogen sich die Hausherren weit zurück, die Austria aber war nicht in der Lage die numerische Überlegenheit und die Feldvorteile in Tore umzusetzen. Bei der besten Chance durch Janocko (59.) rettete erneut der starke Oraze den Riedern das 1:1.

  • SV Ried - Austria Wien 1:1 (1:1)
    Rieder Stadion, 7.000 Zuschauer, Schiedsrichter Brugger

    Torfolge:
    0:1 (14.) Helstad
    1:1 (30.) Akagündüz

    Ried: Oraze - Lesiak - Nentwich, Steininger - Kührer, Grassler, Glasner, Feichtinger, Laimer (88. Ortlechner) - Akagündüz (85. Lasnik), Sidibe (53. Kauz)

    Austria: Mandl - Martin Hiden (53. Flögel), Akoto, Julio Cesar, Dheedene - Scharner, Janocko, Hasek, Kvisvik - Gilewicz (65. Rushfeldt), Helstad (80. Linz)

    Gelb-Rote Karte: Nentwich (44./Foul)

    Gelbe Karten: Laimer bzw. Hasek, Martin Hiden, Mandl, Janocko, Flögel

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Julio Cesar leistete sich in der Austria-Defensive erneut Unsicherheiten, Muhammet Akagündüz (re) erzielte hingegen den Ausgleich für Ried

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