UNMOVIC: Acht Österreicher im Team der Waffeninspektoren für den Irak

21. September 2002, 16:57
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Expertenteams für geplante Inspektionen werden zusammengestellt

New York/Washington - Unter den 220 Experten aus 45 Ländern, die der UNO-Kontrollkommission für den Irak (UNMOVIC) für die Suche nach Massenvernichtungswaffen zur Verfügung stehen, sind auch acht Österreicher. Dies bestätigte der Sprecher der UNMOVIC in New York, Ewen Buchanan, am Freitag auf Anfrage der APA. Auch einer der Mitarbeiter am Sitz der Organisation ist aus Österreich.

Ob bzw. welche der Österreicher jetzt tatsächlich an den geplanten Waffeninspektionen im Irak teilnehmen werden ist noch nicht fix. Dies hänge von der Zusammenstellung der Teams ab, die gerade durchgeführt werde, erläuterte Buchanan. Dabei müsse sowohl auf die besondere Kenntnisse als auch auf die Verfügbarkeit der Expertinnen und Experten Rücksicht genommen werden.

Zeitplan

Die Gespräche mit irakischen Vertretern in Wien sind für den 30. September geplant und könnten möglicherweise bis zum 1. Oktober dauern, erklärte Buchanan. Die UNMOVIC gehe derzeit von diesem Zeitplan aus. An den Wiener Gesprächen werden UNMOVIC-Direktor Hans Blix und der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Mohamed El Baradei, teilnehmen. Anschließend werde Blix dem UNO-Sicherheitsrat berichten.

Am Donnerstag hatte Blix dem UNO-Sicherheitsrat einen Zeitplan für die Wiederaufnahme der Waffeninspektionen im Irak vorgelegt. Demnach könnten die ersten UNO-Experten bereits Mitte Oktober in Bagdad eintreffen, um dort die Voraussetzungen für den Neubeginn der Inspektionen zu schaffen.

Die in New York ansässige UNMOVIC (United Nations Monitoring, Verification and Inspection Commission) wurde im Dezember 1999 durch den UNO-Sicherheitsrat als Nachfolgeorganisation der UNO-Irak-Kommission UNSCOM gegründet. Ihre Aufgabe ist die Abrüstung des Irak von Massenvernichtungswaffen (chemische, biologische Waffen und Raketen mit einer Reichweite von mehr als 150 Kilometern), sowie weiterhin zu kontrollieren und zu verifizieren, dass der Irak diese ihm vom Sicherheitsrat verbotenen Massenvernichtungswaffen nicht wieder erwirbt. Für die Kontrolle der irakischen Aktivitäten im Nuklearbereich ist eine bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien angesiedelte Einheit zuständig. (APA)

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