Magda Bleckmann - Als werdende Mutter und Witwe in den Schlagzeilen

20. September 2002, 22:04
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Wien - Sie ist der Öffentlichkeit bereits durch vielfältige Schlagzeilen bekannt: Magda Bleckmann (34), die am Freitag vom FPÖ-Bundesvorstand zur Stellvertreterin von Obmannkandidat Mathias Reichhold gekürt wurde. Am morgigen Parteitag in Oberwart stellt sie sich der Wahl. So liebäugelte die ehemalige steirische Wohnbau-Landesrätin 2000 trotz ihrer Schwangerschaft mit einer Spitzenkandidatur für die steirische Landtagswahl. Spitzenkandidatin wurde aber Theresia Zierler - Bleckmann hatte zuvor mit einer privaten Tragödie für Aufsehen gesorgt. Ihr Mann Alexander Jost wurde im Mai 2000 bei einem Banküberfall erschossen. Zur Zeit ist Magda Bleckmann, die während ihrer Ehe Jost-Bleckmann hieß, Abgeordnete im steirischen Landtag.

Magda Bleckmann wurde am 5. Juni 1968 in Graz geboren. Nach Volksschule und AHS absolvierte sie das Studium der Betriebswirtschaftslehre. Bereits als Studentin begann sie ihre politische Karriere. 1991 wurde Bleckmann erstmals in den steirischen Landtag gewählt. Ab 1995 bekleidete sie die Funktion einer Pressesprecherin vom damaligen Landes-Chef und späteren Infrastrukturminister Michael Schmid. 1996 wurde sie von ihrer Fraktion zur geschäftsführenden Klubobfrau gekürt.

Im Februar 2000 avancierte Bleckmann dann nach dem Abgang Schmids in die Bundesregierung zur Landesrätin. Ihre Aufgabenbereiche: Wohnbau, Hoch- und Tiefbau, Raumplanung, Osterweiterung, Revitalisierung sowie Blasmusik. Seit November 2000 - inzwischen hatte sie eine Tochter zur Welt gebracht - ist sie wieder als Landtags-Abgeordnete tätig. In dieser Funktion ist sie derzeit zuständig für Frauen und Gleichbehandlung, Kunst und Kultur, Soziales, Unterricht und Bildung sowie Wissenschaft.

Groß in die mediale Auslage setzte sich Bleckmann mit ihrem Ansinnen, trotz Baby weiter Landesrätin sein zu wollen. Schmid ließ der ehemaligen politischen Ziehtochter und werdenden Mutter im Juli 2000 über die Medien ausrichten, dass sie nach den Wahlen am 15. Oktober 2000 nicht mehr Landesrätin sein werde, weil dies einer jungen Mutter "nicht zumutbar" sei. Bleckmann konterte: "Er kann sagen was er will. Ich sehe die Zumutbarkeit anders." Die Frage des Mutterschutzes beschäftigte jedenfalls Personalreferenten und Juristen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die angehende Mutter bereits ihren Mann verloren. Den Unternehmer Alexander Jost hatte sie im Herbst 1999 geheiratet. Nach seinem Tod sprach sie von "der großen Liebe ihres Lebens", obwohl das Paar auch nach der Eheschließung keine gemeinsame Wohnung bezogen hatte. Die Tat ihres Mannes bezeichnete sie Anfang Juni 2000 als "unerklärlich". Am 20. Juni 2000 zeigte sie sich dann erstmals wieder öffentlich am Rednerpult. (APA)

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