Heiße "Emmy"-Anwärter

20. September 2002, 17:39
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"Six Feet Under", "Friends" und "Sex and the City" im Rennen

Los Angeles - Zum 54. Mal wird am Sonntag Abend (Montag, 2.00 Uhr MESZ) in Los Angeles der wichtigste US-Fernsehpreis vergeben, der "Emmy". Favoriten für die Auszeichnung als beste Komödie sind die auch hierzulande bekannten TV-Serien "Friends" und "Sex and the City".

Die zum vierten Mal hintereinander nominierte Serie "Sex and the City" würde mit einem Gewinn in der Kategorie den Erfolg des Vorjahres wiederholen. Für "Friends" wäre es hingegen die erste "Emmy"-Auszeichnung als beste Komödie. Seit ihrem US-Debüt vor acht Jahren war die Sendung fünfmal in der Kategorie nominiert. "Alle lieben Raymond" und "Will & Grace" sind ebenfalls aufgestellt. Ihnen werden jedoch ebenso wie "Curb Your Enthusiasm" von dem "Seinfeld"-Miterfinder Larry David weniger Chancen auf einen Sieg eingeräumt.

Auch in der Sparte "Beste Darstellerin in einer Komödie" treffen "Friends" und "Sex and The City" aufeinander: Sarah Jessica Parker ("Sex and the City") tritt gegen die "Friends"-Hauptdarstellerin Jennifer Aniston an. Jane Kaczmarek ("Malcolm Mittendrin"), Debra Messing ("Will & Grace") und die zweimalige Preisträgerin Patricia Heaton ("Alle lieben Raymond") sind ebenfalls in der Kategorie nominiert.

Beste männliche Komödien-Darsteller können die "Friends"-Stars Matt LeBlanc und Matthew Perry werden. Gegen sie treten unter anderem Ray Romano ("Alle lieben Raymond") und "Frasier"-Hauptdarsteller Kelsey Grammer an.

23 Nominierungen für "Six Feet Under"

Zum Abräumer des Abends könnte "Six Feet Under" werden. Die Serie um eine zerrüttete Familie, die ein Bestattungsunternehmen betreibt, erhielt für 23 "Emmys" Nominierungen - mehr bekam bisher nur die Polizei-Serie "NYPD Blue", die 1994 auf 27 der "Fernseh-Oscars" hoffen konnte. Härtester Konkurrent für "Six Feet Under" wird wohl die Polit-Serie "The West Wing" sein, die seit ihrer ersten Ausstrahlung vor drei Jahren bereits 18-mal mit dem "Emmy" ausgezeichnet wurde und dieses Jahr insgesamt 21-mal nominiert ist. Die Sendung dreht sich um einen erfundenen US-Präsidenten, gespielt von Hollywood-Star Martin Sheen. Beide Serien treten unter anderem in der Kategorie "Bestes Drama" gegeneinander an.

Durch die "Emmy"-Show führen wird der US-Fernsehstar Conan O'Brien. Im vergangenen Jahr war die Vergabe zunächst wegen der Anschläge vom 11. September und danach wegen der US-Luftangriffe auf Afghanistan verschoben worden. (APA)

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