Proteste bei Abschlusskundgebung der Schill-Partei

20. September 2002, 18:40
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250 Anhänger und 500 Gegner auf dem Berliner Alexanderplatz

Berlin - Begleitet von massiven Protesten hat am Freitag die Abschlusskundgebung der Schill-Partei auf dem Berliner Alexanderplatz stattgefunden. Während die Veranstalter von 1.500 Besuchern der letzten Wahlkampfveranstaltung der Schill-Partei vor der Bundestagswahl am Sonntag sprachen, schätzte die Polizei die Zahl der Anwesenden auf 250. Hinter den Absperrgittern protestierten nach Polizeiangaben rund 500 Menschen mit Trillerpfeifen gegen die Schill-Partei. Auf Transparenten bezeichneten sie die Partei Rechtsstaatlicher Offensive als Rechtsextremisten und Rassisten. Rund 200 Polizisten hielten Anhänger und Gegner des Hamburger Innensenators voneinander fern.

Der Parteivorsitzende und Hamburger Innensenator Ronald Schill warb vor rund 250 Anhängern für einen politischen Wechsel in der Bundesrepublik. Rot-Grün warf er vor, nach vier Jahren im Amt einen Scherbenhaufen zu hinterlassen. Insbesondere kritisierte er die Zuwanderungspolitik und die EU-Erweiterung. Schill forderte mehr Mitbestimmung der Bürger in Form von Volksentscheiden.(APA/AP)

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    Der Hamburger Innensenator Ronald Schill sprach am Freitag ein letztes Mal vor der Wahl zu seinen Anhängern am Alexanderplatz in Berlin...

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    Doch nicht ungestört: seine Gegner protestierten lautstark gegen seine Politik

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