Ifabo: Weniger Besucher aber gute Qualität

20. September 2002, 16:02
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Schwierige wirtschaftliche Lage schlägt auf die Messe durch

Gute Qualität aber weniger Besucher als im Vorjahr, das ist die vorläufige Bilanz der Ifabo 2002. "Die Messe ist ein Spiegelbild der Branche, da zieht sich die gegenwärtige schwierige wirtschaftliche Situation durch“, erklärte Matthias Limbeck, Geschäftsführer der Reed Messe Österreich am Freitag, dem letzten Tag der Messe. Nach den vorläufigen Zahlen haben dieses Jahr 22.000 bis 25.000 Besucher die Veranstaltung besucht. Mehr als die Hälfte der Besucher waren dabei "Top-Entscheider“ aus Unternehmen, knapp ein Viertel kamen aus dem EDV-Bereich. Das finanzielle Ergebnis der Messe wird leicht positiv sein, so Limbeck weiter. Das Konzept einer Business-to-Business-Messe soll jedenfalls auch in den kommenden Jahren beibehalten werden.

Messe mit starkem KMU-Schwerpunkt

"Wien braucht eine IT-Messe die speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen eingeht“, so Limbeck. Allerdings soll der KMU-Schwerpunkt noch schärfer herausgearbeitet werden. Der diesjährige Osteuropa-Schwerpunkt soll auch im kommenden Jahr weitergeführt werden. Limbeck will mit der EU-Erweiterung die Ifabo als eine interregionale IT-Messe platzieren. Ansonsten werden in den kommenden Wochen die Ergebnisse der Messe einer "scharfen“ Analyse unterzogen, um die weitere Entwicklung der Ifabo festzulegen. "Hier gibt es keine Tabus.“ Ein Consumer-Event soll in den kommenden Jahren etabliert werden, allerdings zeitlich getrennt von der Ifabo.

SAP, Microsoft, IBM und HP

Auf der Seite der Aussteller hofft der Geschäftsführer der Reed Messe, dass die diesjährigen Key-Players wie SAP, Microsoft und HP auch im kommenden Jahr wieder teilnehmen. Bei IBM, dem größten Aussteller im vergangenen Jahr und diesmal nicht auf der Messe vertreten, sieht Limbeck gute Chancen für eine Rückkehr auf die Ifabo 2003.

"KMUs werden überfordert"

Limbeck sieht die Rolle des Messeveranstalters als Kontaktbroker, der seine Berechtigung auch im Internetzeitalter nicht verloren hat. Hier will der Geschäftsführer der Reed Messe Österreich auch ansetzen, um die Attraktivität der Ifabo für Klein- und Mittelbetriebe im kommenden Jahr zu erhöhen. Neben dem Online-Ticketing soll dazu im kommenden Jahr ein Kontaktportal für die Messe eingerichtet werden, über das Aussteller und Besucher bereits im Vorfeld der Veranstaltung Präsentationstermine vereinbaren können. "Zurzeit werden viele KMU von so einer Messe überfordert. Das Portal soll ihnen die Möglichkeit geben die Kontakte zu finden, die sie benötigen“, erklärte Limbeck. Das Tool ist bereits fertig programmiert und soll auch bei anderen Messen des Veranstalters zum Einsatz kommen.(pte)

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    foto: kucera
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