Illegaler Handel mit Kaviar: Bereits zweiter Inspektor ermordet

20. September 2002, 15:42
1 Posting

Das lukrative Geschäft mit den schwarzen Fischeiern hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion das organisierte Verbrechen angezogen...

Rostow-on-Don - In Südrussland ist ein Marine-Inspektor getötet worden, der den illegalen Handel mit Kaviar bekämpfte. Ein Sprecher der Grenzpolizei erklärte am Freitag, die Leiche von Inspektor Wjatscheslaw Lomakin sei in einem Auto in der Küstenstadt Lagan gefunden worden. Das Opfer sei mit drei Schüssen getötet worden. "Lomakin hat erst ein Jahr gearbeitet, aber die Wilderer mit aller Macht bekämpft", sagte der Sprecher. "Es könnte ein Racheakt sein."

Es war bereits die zweite Ermordung eines Inspektors seit 1998. Damals hatte die Grenzpolizei Patrouillen in Südrussland aufgenommen, um den illegalen Fang von wertvollem Fisch zu unterbinden. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, die Grenzbeamten hätten seit Anfang 2002 mehr als 650 Boote, 116 Tonnen illegal gefangenen Fisch und 500 Kilogramm Kaviar beschlagnahmt. Das lukrative Geschäft mit den schwarzen Fischeiern hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion das organisierte Verbrechen angezogen. Der illegale Fang gefährdet den Störbestand. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.