UNO-Generalsekretär fordert Stopp aller Gewalt am Weltfriedenstag

20. September 2002, 18:06
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Kinderhilfswerk: Kinder werden als militärische Ziele missbraucht

New York/Osnabrück - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat an die Weltgemeinschaft appelliert, am Internationalen Tag des Friedens an diesem Samstag jede Art von Feindseligkeit und Gewalt zu unterlassen. "24 Stunden: keine lange Zeit, aber ausreichend für die Führer in aller Welt, ihren Mitbürgern zu lauschen. Viele sehnen sich nach einem Ende von Unterdrückung und Intoleranz. ... Andere brauchen Hilfe in ihrem Kampf gegen Armut und Verzweiflung".

Politiker in aller Welt seien am Weltfriedenstag ganz besonders dazu aufgerufen, die Stimmen aus der Bevölkerung zu hören und zu befolgen, heißt es in Annans Botschaft, die am Freitag am UNO-Hauptsitz in New York vorlag. Der Gedenktag war erst kürzlich von der UNO-Vollversammlung als "Tag globaler Waffenruhe und Gewaltlosigkeit" auf den 21. September verlegt worden.

Das Kinderhilfswerk "terre des hommes" wies zum Weltfriedenstag besonders auf die Nöte von Kindern in Kriegsgebieten hin. Kinder würden bewusst als militärische Ziele ausgewählt, um die Bevölkerung zu terrorisieren, teilte das Hilfswerk in Osnabrück mit. Viele Kinder würden zwangsrekrutiert und mit grausamen Methoden zum Töten abgerichtet, sagte der Sprecher von "terre des hommes" in Deutschland, Wolf-Christian Ramm.

Einer UNO-Studie zufolge wurden allein in den 90er Jahren mehr als zwei Millionen Kinder in Kriegen und bewaffneten Konflikten getötet. 300.000 Minderjährige wurden in Zwangseinsätze geschickt, mehr als 20 Millionen kämpfen als Flüchtlinge ums Überleben.(APA/dpa)

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    foto: epa/afpi/stan honda
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