Kurzstreckenfahrten: Rad statt Auto

20. September 2002, 19:39
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In Österreich ist jede zweite Autofahrt kürzer als dreieinhalb Kilometer - 250.000 Tonnen weniger CO2 bei Einsparung von nur jeder vierter Autofahrt

Wien - Der Umstieg auf klimaverträgliche Verkehrsmittel wird in Zukunft immer wichtiger werden, erklärte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Der enorme Anstieg der Treibhausgas-Emissionen sei Österreichs größtes Klimaschutzproblem, hieß es anlässlich des Autofreien Tages. Die Organisation forderte, ökologisch verträgliche Mobilität stärker zu fördern.

Seit 1990 sind laut VCÖ die Treibhausgas-Emissionen vom Straßenverkehr um 35 Prozent gestiegen. Gab es damals in Österreich noch 2,9 Millionen Autos, seien es heute rund 4,1 Millionen. Was sparsamere Motoren einsparen, werde durch die größere Zahl der Fahrzeuge zunichte gemacht.

Vernünftiger Umgang mit dem Auto

Ein vernünftiger Umgang mit dem Auto sei unbedingt nötig. "Leider wird selbst bei kurzen Strecken auf die Alternativen wie Fahrrad, Bus, Straßenbahn oder die eigenen Füße vergessen", erklärte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut.

In Österreich ist jede zweite Autofahrt kürzer als dreieinhalb Kilometer, das macht rund sieben Milliarden Kilometer im Jahr aus. Rauh: "Wird nur jede vierte kurze Autofahrt mit dem Rad statt mit dem Auto zurückgelegt, wird unsere Umwelt um rund 250.000 Tonnen CO2 weniger belastet".

Der VCÖ forderte eine stärkere Förderung klimaverträglicher Verkehrsmittel. Fußgänger und Radfahrer sollten bei der Verkehrsplanung mehr berücksichtigt werden. Der Autofreie Tag sei eine Chance, die Vielfalt der Mobilität lieben zu lernen und das Auto häufiger stehen zu lassen. (APA)

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