Keglevits diszipliniert GAK

20. September 2002, 22:26
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Schützenkönig Brunmayr wurde nebst zwei anderen Spielern aus dem Kader geworfen - der Trainer sieht für sie keinen Weg zurück

Nikosia - Beim GAK geht es nach dem unerfreulichen Auftritt beim UEFA-Cup-Match gegen Nikosia (0:2) rund. Inzwischen sind drei Spieler der Grazer suspendiert: Ronald Brunmayr, Martin Amerhauser und Roland Kollmann (Die beiden letzteren waren in Zypern nicht mit dabei.) Die Umstände dieser Entscheidung sind allerdings nicht ganz klar. In einer Pressekonferenz vor dem Rückflug begründete GAK-Manager Koschak den Hinauswurf der drei mit Disziplinlosigkeiten in den vergangenen Wochen. Amerhauser und Kollmann hätten sich undiszipliniert gegen Trainer und Mannschaft verhalten, bei Brunmayr handle es sich um einen Vertrauensbruch gegen den Trainer. Alle werden in Zukunft mit eigenem Betreuer getrennt vom restlichen Kader trainieren - dieser wird durch vier Amateure aufgefüllt.

"Wir mussten jetzt durchgreifen und ein Zeichen setzen. Hätten wir das schon früher gemacht, wäre Gregoritsch noch Trainer", erklärte Klubmanager Koschak kryptisch. Trainer Keglevits sieht unter seiner Führung keine Zukunft für das Trio: "Es gibt kein Zurück solange ich Cheftrainer bin." Der Coach wertet die Sanktion als wichtiges Zeichen. "Wer sich nicht unterordnet, dem ergeht es genauso. Es war Zeit den Spielern zu zeigen, dass sie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben."

"Verstehe das nicht"

Brunmayr meinte, in der Pause des Nikosia-Spiels sei in der Kabine nichts vorgefallen, er habe mit dem Trainer unter vier Augen die Gründe für seinen Rückzug als Kapitän besprochen. "Ich habe kein Problem mit Keglevits, ich verstehe nicht, dass das als Vertrauensbruch gewertet wird", sagte der Torschützenkönig. Er habe aber gemerkt, dass die Stimmung ihm gegenüber zuletzt sehr negativ gewesen und er als Sündenbock für die Niederlagen hingestellt worden sei. Jetzt will Brunmayr mit seinen Beratern die rechtliche Situation abklären. Falls ihn Keglevits nicht mehr aufstelle, will er sich einen anderen Verein suchen. (APA/red)

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    Keglevits: "Es war Zeit den Spielern zu zeigen, dass sie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben."

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