Nordosten wählt zum dritten Mal im Doppelpack

20. September 2002, 13:53
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In Mecklenburg-Vorpommern geht es am Sonntag für Bundestag und Landtag an die Wahlurnen

Schwerin - Der kommende Sonntag hält für die 1,42 Millionen Wahlberechtigten im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zum dritten Mal einen Urnengang im Doppelpack in den 2.450 Wahllokalen bereit. Seit 1994 bewegen sich das Bundesland im Nordosten und der Bund mit ihren vierjährigen Legislaturperioden im terminlichen Gleichklang. Dies kann nach Aussage von Landeswahlleiter Klaus Hüttebräucker zwar zu einer gewissen Überlagerung der Landtagswahl durch den Bundestrend führen, wirkt aber positiv auf die Wahlbeteiligung.

1998 beteiligten sich 79,4 Prozent der Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern an der Wahl. In diesem Jahr bewerben sich 14 Parteien und sechs Einzelkandidaten um die 71 Schweriner Landtagssitze. Hoffnungen auf Mandate wird nach den jüngsten Umfragen aber nur dem bereits im Parlament vertretenen Parteien-Trio von SPD, CDU und PDS eingeräumt. Vor vier Jahren erhielt die SPD 34,3 Prozent der Wählerstimmen, die CDU 30,2 und die PDS 24,4 Prozent.

Hoffnungen auf den Einzug in den Schweriner Landtag machen sich noch FDP und Grüne, wenn auch die Umfragewerte sie an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern sehen. Alle anderen Bewerber, wie Schill-, Volks-, Bürger- und Spaß-Partei oder auch NPD und Republikaner werden nach Ansicht der Demoskopen kaum eine Rolle spielen.

Angesichts der weiterhin zu erwartenden Dreier-Konstellation im Schweriner Landtag ist auch auch nicht mit der Ablösung des 1998 installierten, bundesweit ersten rot-roten Regierungsbündnisses auf Landesebene zu rechnen. Die Umfragen sagen vom Kräfteverhältnis her einen ähnlichen Wahlausgang wie vor vier Jahren voraus. SPD und PDS haben zudem wiederholt die Absicht bekundet, an ihrer Partnerschaft festzuhalten.(APA/AP)

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