Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich für zwei Medienexperten aus Bayern

20. September 2002, 13:13
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Ring und Kopka von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien ausgezeichnet

Mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sind am Freitag zwei Medienexperten aus Bayern ausgezeichnet worden: Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), und Klaus Kopka, Vorsitzender des BLM-Medienrates, wurden von Kunst- und Medienstaatssekretär Franz Morak (V) geehrt. Morak dankte Ring und Kopka, "weil sie uns geholfen haben, dieses Land aus dem medienpolitischen Dornröschenschlaf zu holen".

Bei den medienpolitischen Vorhaben der ÖVP-FPÖ-Regierung in den vergangenen Jahren hätten Ring und Kopka wertvolle Hilfe geleistet, so der Staatssekretär. Wolf-Dieter Ring hatte im Februar 2001, im Auftrag des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) ein Gutachten zur "Entwicklung eines dualen Fernsehsystems in Österreich" erstellt (etat.at berichtete).

Dieses wurde in der Folge kontroversiell diskutiert - oder, wie es Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH (RTR) ausdrückte: Es habe Ring in Österreich "nicht nur Freunde und Lobesworte" eingebracht.

Fundamente für eine vorbildhafte Rundfunklandschaft

Den Weg hin zum Privatfernseh- und zum neuen ORF-Gesetz aber habe Ring "nachhaltig beeinflusst", so Grinschgl. Er strich den exemplarischen Charakter der BLM hervor: Mit der Landesmedienanstalt hätten Ring und Kopka "die Fundamente für eine vorbildhafte Rundfunklandschaft gelegt".

Morak betonte am Freitag schließlich, dass es "von entscheidender Bedeutung" sei, den Prozess der Dualisierung der heimischen Rundfunklandschaft fortzuführen. "Keiner wird daran interessiert sein, das Rad der Zeit zurückzudrehen", sagte der Staatsekretär wohl auch in Hinblick auf die anstehenden Wahlen. (APA)

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