ÖIAG schreibt Vorstandsposten bei Bergbauholding aus

20. September 2002, 15:35
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Alleinvorstand Staska geht mit Ende März 2003

Wien - Bei der Österreichischen Bergbauholding (ÖBAG) soll mit 1. April 2003 ein neuer Vorstand bestellt werden. Der Fünfjahresvertrag von Erich Staska, der bereits seit 15 Jahren die ÖBAG als Alleinvorstand führt, läuft per Ende März nächsten Jahres aus. Staska hatte Anfang September gegenüber der APA erklärt, er stehe dann im 61. Lebensjahr und werde auf eine Vertragsverlängerung keinen Wert legen.

Die staatliche Eigentümerin der ÖBAG, die Beteiligungsholding ÖIAG, hat indes die Bestellung eines neuen Vorstands öffentlich ausgeschrieben, geht aus dem Amtsblatt der "Wiener Zeitung" vom Freitag hervor. Vorgesehen ist die Neubestellung mit 1. April 2003. "Gesucht wird eine Führungskraft, die geeignet und bereit ist, an der weiteren Redimensionierung der unter der ÖBAG zusammengefassten Bergbauaktivitäten mitzuwirken", heißt es in dem veröffentlichten Ausschreibungstext. Bewerbungen sind nun innerhalb eines Monats an den Aufsichtsratsvorsitzenden der ÖBAG, ÖIAG-Vorstand Rainer Wieltsch, zu richten.

Harter Sanierungskurs

Für das abgelaufene Jahr 2001 hat die ÖBAG an die ÖIAG wie berichtet erstmals eine Dividende von 3 Mill. Euro aus einem Nachsteuergewinn von 7 Mill. Euro ausgeschüttet. Welch harten Sanierungskurs die ÖBAG in ihrem 15-jährigen Bestand unter Staska gefahren ist, zeigt der Personalabbau von damals 6.000 Mitarbeitern auf heute nur noch 500, die rund 72 Mill. Euro umsetzen.

Unter den Fittichen der ÖBAG befindet sich noch der Steirische Erzberg (18 Mill. Euro Umsatz, 250 Mitarbeiter), der mit dem Linzer Stahlerzeuger voestalpine bis 2007/2008 einen Abnahmevertrag hat und wegen weit länger vorhandener Erzreserven auf eine Vertragsverlängerung hofft. Ebenfalls zur ÖBAG gehört die GKB im steirischen Köflach mit 43 Mill. Euro Umsatz und 230 Beschäftigten, deren Kohleliefervertrag mit der Austria Thermal Power (früher Draukraft) bis Juni 2004 läuft. Eine Verlängerung komme hier aber nicht mehr in Betracht, hatte es zuletzt geheißen.

Daneben hat die staatliche ÖBAG die Restverwertung bei der Bleiberger Bergwerksunion über, wo zwei Mitarbeiter Hunderte Bergwerksberechtigungen aufzulösen haben. Die aufgelassenen Bergbetriebe wurden in Freizeitanlagen unter Privatbetreibern umgewandelt. An Grundstücken gehören der ÖBAG am Erzberg und bei der GKB insgesamt rund 4.000 Hektar. (APA)

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