Russische Grenztruppen erwarten neue Rebellen-Einfälle aus Georgien

20. September 2002, 11:56
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Kommandant: Derzeit 500 Rebellen an der Grenze

Moskau - Die russischen Grenztruppen rechnen in naher Zukunft mit neuen Vorstößen tschetschenischer Rebellen aus dem Pankisi-Tal im Nachbarland Georgien. "Zurzeit halten sich auf georgischer Seite der Grenze über 500 Rebellen auf", sagte der stellvertretende Kommandant der Grenztruppen, Nikolaj Resnitschenko, am Freitag. Diese "Banditen-Internationale" bereite neue Angriffe auf russisches Gebiet vor, sagte Resnitschenko nach Angaben der Agentur Interfax.

Nach massivem Druck aus Moskau hatte Georgien in der Vorwoche eine breit angelegte Operation gegen die Lager tschetschenischer Rebellen im Pankisi-Tal, unweit der Grenze zur benachbarten russischen Teilrepublik Tschetschenien, gestartet. Moskau hatte zuvor mit russischen Militärschlägen gedroht, sollte Tiflis nicht entschlossen gegen die Rebellen vorgehen. Im Pankisi-Tal leben mehrere tausend Flüchtlinge aus Tschetschenien. Deren Lager werden nach russischer Darstellung von den Rebellen als logistische Stützpunkte genutzt. (APA/dpa)

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