Reichhold führt FPÖ als Spitzenkandidat in die Wahlen

20. September 2002, 22:39
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Entscheidung der Bundesparteileitung sei "klare Ansage" für die Wähler

Wien - Der designierte FPÖ-Obmann Matthias Reichold wird die FPÖ auch als Spitzenkandidat seiner Partei in die Nationalratswahlen am 24. November führen. Das wurde bei der Bundesparteileitung Freitag Abend beschlossen, hieß es aus Delegiertenkreisen. Sozialminister Herbert Haupt, der ursprünglich die Liste anführen sollte, wird definitiv auf einer der ersten drei Plätze aufscheinen. Der dritte Listenplatz wird heute noch nicht vergeben.

Reichhold sieht "klare Ansage" für die Wähler

Für Mathias Reichhold sind die personellen Entscheidungen, die Freitagabend von der Bundesparteileitung getroffen wurden, eine "klare Ansage" für die Wähler. Mit Sozialminister Herbert Haupt setze man ein Signal in Richtung Senioren und sozial Schwache, Thomas Prinzhorn sei ein Zeichen für die Wirtschaft, die Industrie und die Finanzpolitik. Die Steirerin Magda Bleckmann sieht Reichhold als "Ansage an die Jugend und die Frauen" und der oberösterreichische Betriebsrat Max Walch sei eine klares Zeichen für die Arbeitnehmer.

Walch, bisher in der Öffentlichkeit kaum bekannt, sei ein "Mann der Basis", "einer der Brücken bauen kann". Insgesamt habe er nun ein Team mit Kompetenz und Sachverstand, zeigte sich Reichhold zufrieden. Nun gebe es keine Lager mehr innerhalb der FPÖ. Man werde jetzt eine geschlossene freiheitliche Partei vorfinden.

Sozialminister Haupt, der ursprünglich als Spitzenkandidat für die Nationalratswahl vorgesehen war, zeigte sich keineswegs enttäuscht, dass er nicht Listenerster ist. Wenn Reichhold "den Mut aufbringt" die Partei zu führen, sei es auch klar, dass er die FPÖ an der Spitze in die Wahl führe. "Wir sind in der Diktion und in der freiheitlichen Gesinnung gleich", sagte Haupt. Daher sei es egal, wer Spitzenkandidat sei, "weil wir freiheitlich gewinnen werden". (APA)

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    Minsestens 80%, sonst gebe es keinen Obmann Reichhold, sagt Reichhold

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