EMC schwimmt auf Software-Welle

20. September 2002, 11:54
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Der Storage-Marktführer will mit neuen Produkten seine Bilanz aufpolieren

Der Speicher-Spezialist EMC hat bei einem Produktlaunch in Paris ein halbes Dutzend neuer und erweiterter Softwareprodukte vorgestellt. Mit dem Launch bekräftigt EMC seinen eingeläuteten Strategiewechsel. Der ehemals hardware-orientierte Hersteller will ein Drittel der Gesamtumsätze von zuletzt rund sieben Mrd. Euro zukünftig mit Software erzielen. Gleichzeitig möchte man die Kunden des Mitbewerbs ködern. Verstärkt unterstützt werden Speichersysteme von Erzkonkurrenten wie IBM oder Hewlett-Packard. "Wir haben am meisten zu gewinnen, wenn wir herstellerunabhängige und offene Lösungen anbieten", so der neue Chief Technology Officer Mark Lewis.

Dagegenhalten

Mit den neuen Produkten will EMC nicht nur der eigenen Absatzschwäche Paroli bieten. Das Kostenbewusstsein ist in Folge der allgemeinen Wirtschaftslage auch im Storage-Bereich drastisch angestiegen. "Alles was unsere Kunden derzeit hören wollen ist, dass wir ihnen Einsparungen innerhalb eines Jahres realisieren", so Lewis. Derzeit verwalte ein IT-Administrator durchschnittlich das Speichervolumen von sechs Terabyte, die Produktivität soll kurzfristig zumindest vervierfacht werden.

Ergänzung

Dementsprechend ergänzen die neuen EMC-Produkte die bestehende ControlCenter-Familie und sollen eine effizientere Speicher- und Backupverwaltung ermöglichen. Unterstützt werden automatisiertes Ressourcen-Management, Budgetierung und Abrechnung oder das Berichtswesen. Auf Grund der allgemeinen Datenflut ist der Bedarf nach effizienten Speicherlösungen trotz des schwächelnden IT-Marktes vergleichsweise ungebrochen. Alleine der knapp fünf Mrd. Euro schwere Speichersoftwaremarkt soll laut Marktforscher Gartner nächstes Jahr wieder um mehr als zehn Prozent anziehen. Hier hält EMC derzeit bei einem Anteil von knapp über 30 Prozent. (pte)

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