U-Bahn-Züge aus Wien für China

20. September 2002, 10:50
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Siemens SGP liefert 28 Garnituren für neue Untergrundlinie in Shanghai

Shanghai - Nicht nur an der Oberfläche wird in Chinas größter Stadt Shanghai in gigantischem Ausmaß gebaut. Auch im Untergrund rumort es: Pro Jahr werden 40 Kilometer U-Bahn errichtet. Bald werden auch Garnituren aus Wien in der Metropole unterwegs sein. Die Siemens SGP wird gemeinsam mit einem chinesischen Partner 28 sechsteilige Züge liefern, berichtete der Projektleiter in Shanghai, Andreas Ziegler, anlässlich des Besuches einer Wiener Wirtschaftsdelegation.

"Nächstes Jahr werden die ersten beiden komplett in Wien gebauten Garnituren das Werk verlassen. Der Rest wird zum Teil auch in China gefertigt werden", erläuterte Ziegler. Vom Gesamtwert des rund 300 Millionen Euro umfassenden Auftrages dürften demnach rund 35 Millionen nach Wien bzw. in einem geringen Ausmaß auch nach Graz gehen.

Option von zehn weiteren Garnituren

Eingesetzt werden die Fahrzeuge auf der neuen U-Bahnlinie 4 ("Pearl Line Phase2"). Weiters gibt es laut Ziegler eine Option von zehn weiteren Garnituren für die Erweiterung einer anderen Linie. Erteilt wurde der Auftrag im vergangenen März. In Shanghai soll der erste Zug im Juni 2004 eintreffen. Bis 2030 soll die Zahl der Nahverkehrs-Linien von derzeit zwei auf 30 erhöht werden.

Der Siemens-Konzern hat bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt: Auch die erste beiden Metro-Linien in der Stadt wurden von einem Konsortium mit Siemens-Beteiligung entwickelt und 1995 bzw. 2000 eröffnet. In den kommenden Jahren sollen in der 16-Millionen-Metropole insgesamt acht U-Bahnen, fünf Stadt- und vier Umlandbahnen entstehen.(APA)

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  • Eine  neue Siemens-U-Bahngarnitur in Wien
    foto: siemens

    Eine neue Siemens-U-Bahngarnitur in Wien

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