Erosionen lassen Berge nicht schrumpfen

20. September 2002, 09:55
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Geologen: Erdplatten drücken Gebirgsketten nach oben

Washington - Geologen und Erdforscher haben jetzt beweisen können, warum Berge durch Erosionen nicht kleiner werden. Erdplatten drücken Gebirgsketten beständig nach oben und Gebirge werden trotzdem nicht höher oder breiter, berichtet ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift Science.

Das Wachstum der Berge wird einzig und allein durch verschiedene Erosionskräfte wie Wind, Regen oder Erdrutsche konstant halten. Auch Flüsse, die sich durch diese aktiven Berge schneiden, sind mit für den Wachstumsstopp verantwortlich. Im östlichen Zentralgebirge in Taiwan untersuchten die Geologen um Rudy Slingerland am Fluss LiWu die Vorgänge, die vermutlich das Bergwachstum hemmen, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Dazu haben sie die Höhe des Flussbettes genau vermessen und Veränderungen über zwei Jahre lang beobachtet. "So konnten wir feststellen, wie schnell das Wasser den felsigen Untergrund des Flussbettes abtrug", so Slingerland von der State University in Pennsylvania.

Der Fluss schneidet die Berge genau in dem Maße ab, wie sie in die Höhe streben, fanden die Forscher heraus. Allerdings sind es nicht tobende Wassermassen, die den Berg am Wachsen hindern, sondern winzige Schwebstoffe, die nach Angaben des Forschers wirken wie ein Sandstrahl, der die Fassade eines Gebäudes abschmirgelt. (pte)

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