Übertragung des Westnil-Virus durch Bluttransfusionen

20. September 2002, 09:47
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Existenz des Virus im Blut kann nicht nachgewiesen werden

Washington - Das tödliche Westnil-Virus wird möglicherweise nicht nur durch Mücken, sondern auch bei Bluttransfusionen übertragen. Es gebe jedoch noch keinen Weg, die Existenz des Virus im Blut nachzuweisen, teilten Gesundheitsexperten am Donnerstag in den USA mit.

Das Westnil-Virus könne auch in Blutprodukte und Spenderorgane gelangt sein, sagte Lyle Petersen von der Gesundheitsbehörde CDC. Bisher starben 80 Menschen an der Westnil-Virusepidemie in den USA, allein 16 in dieser Woche. Über 1600 Menschen sind nach offiziellen Angaben infiziert. In der vergangenen Woche hatte das Virus die Westküste der Vereinigten Staaten erreicht. 31 der 48 Bundesstaaten sind betroffen, am stärksten Illinois im mittleren Westen.

Erstmals war die Krankheit in den USA 1999 in New York aufgetreten. Besonders für ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit schwachem Immunsystem kann die Krankheit tödlich verlaufen. Die meisten Infektionen bleiben jedoch unentdeckt. Infizierte, bei denen die Krankheit ausbricht, entwickeln Grippe-ähnliche Symptome. (APA)

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