Erlass für Sexualverhalten in deutscher Armee

20. September 2002, 09:03
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Vorgesetzte sollten keine Nacktfotos veröffentlichen und keine Beziehungen zu Untergebenen haben

München - Die Zentralen Dienstvorschriften der deutschen Bundeswehr regeln ab sofort auch das "sexuelle Verhalten von und zwischen Soldaten". Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner neuesten Ausgabe meldet, fügte das deutsche Verteidigungsministerium den Dienstvorschriften einen entsprechenden Erlass hinzu. Darin heißt es, dass SoldatInnen sexuelle Kontakte mit dem Partner oder der Partnerin eines/r Kameraden/in vermeiden sollen. Ein "Eindringen in die Ehe oder in eine eheähnliche Lebensgemeinschaft" gebe Anlass zu dienstrechtlichen Ermittlungen.

Nacktaufnahmen nicht gerne gesehen

Außerdem könnten Nacktaufnahmen bei Vorgesetzten zu einem Autoritätsverlust führen. Eine hetero- oder homosexuelle Beziehung zwischen Untergebenen und ihren Vorgesetzten berge die "Gefahr einer ernsthaften Beeinträchtigung der Vertrauens- und Achtungswürdigkeit". Der Erlass geht auf eine Initiative des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr, Harald Kujat, zurück. (APA)

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