Kolumbien: 200 Rebellen bei Luftangriffen getötet

20. September 2002, 18:10
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Heftigste Angriffe seit Amtsübernahme von Präsident Uribe

Bogota - Die kolumbianische Luftwaffe hat bei einigen der heftigsten Angriffe seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Alvaro Uribe im Norden des Landes nach eigenen Angaben bis zu 200 linksgerichtete Rebellen getötet. Es seien zwei Urwaldlager der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) in der Gemeinde Ituango an der Grenze zu Panama bombardiert worden, sagte Luftwaffenchef General Héctor Velasco am Freitag.

Bisher keine unabhängige Bestätigung

"Wir wissen, dass wir sie schwer getroffen haben, und nach Erkenntnissen unserer Aufklärung sind etwa 200 Rebellen getötet worden", fügte der General hinzu. Unabhängige Berichte gab es zunächst nicht. In der Vergangenheit hatten sich Angaben der Streitkräfte über Verluste der Gegner wiederholt als zu hoch herausgestellt. Das Militär steht unter großem Druck Uribes, schnelle Erfolge im Kampf gegen die linken Rebellen und die rechten Paramilitärs vorzuweisen.

Die FARC sind mit 17.000 Männern, Frauen und Kindern unter Waffen die größte Rebellenarmee des Landes. Sie bekämpfen den Staat seit fast vier Jahrzehnten und finanzieren sich überwiegend durch Löse- und Schutzgelderpressung sowie durch den Drogenhandel. Friedensgespräche waren im Februar zusammengebrochen.(APA/dpa)

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