"Die Lage ist gut, die Zeichen stehen auf Sieg"

19. September 2002, 21:55
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Schröder voller Siegeszuversicht - 8.000 Menschen bei SPD-Abschlusskundgebung

Hannover - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat zum Abschluss des Wahlkampfes in Niedersachsen Siegeszuversicht demonstriert. "Die Lage ist gut, die Zeichen stehen auf Sieg", sagte der SPD-Vorsitzende am Donnerstagabend bei der SPD-Abschlussveranstaltung in Hannover. Bis zum Sonntag müsse man allerdings noch arbeiten. "Haltet euch ran, schlagt die Trommel und fürchtet euch nicht", rief der Kanzler vor 8.000 begeisterten Anhängern aus.

Schröder kündigte für die kommenden vier Jahre die Fortsetzung einer Politik an, die die "Balance zwischen Kapital und Arbeit erhält", weiter für den Ausgleich von Ökonomie und Ökologie sorge und für "ein qualitativ erstklassiges Bildungsystem", das für alle sozialen Schichten offen sei.

Chance der Waffeninspektoren im Irak "muss genützt werden"

Auch mit Blick auf den Irak betonte der Kanzler: "Über die existenziellen Fragen deutscher Politik wird in Berlin entschieden." Diese Politik wolle er "mit dem jetzigen Außenminister zu Ende bringen und nicht mit einem anderen". Die Chance, dass Waffeninspektoren zurück in den Irak kämen, müsse man nutzen. Man dürfe jetzt "nicht noch draufsatteln, um doch noch ein anderes Ziel zu erreichen".

Der sichtlich gelöste und gut gelaunte SPD-Vorsitzende rief erneut dazu auf, am Sonntag "dem Doris ihren Mann seine Partei" zu wählen. Er habe sich bereits eine Bayerin als Frau ins Haus geholt und werde verhindern, "dass in Berlin ins Amt ein Bayer kommt".

Wahlunterstützung der Gewerkschaft

Auf der SPD-Kundgebung empfahl auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske eine Wiederwahl der rot-grünen Bundesregierung. CDU und FDP stünden für "einen fundamentalen Angriff auf die Tarifautonomie", für Zwei-Klassen-Medizin und für Umverteilung von unten nach oben. Edmund Stoiber und Guido Westerwelle verdienten "das Regierungsmandat nicht mit der Politik, die sie uns anbieten", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. (APA/AP)

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    Ansporn von Schröder-Fans: "Dranbleiben, Gerd!"

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