Post: Golden Handshake für Beamte

20. September 2002, 19:48
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Bis zu 52.500 Euro für Frühpensionierte ab 55 als Ersatz für Abschläge

Wien - Die Österreichische Post AG hat mit dem Betriebsrat ein neues Golden Handshake-Modell für Beamte vereinbart. Unternehmenssprecher Michael Homola bestätigte am Donnerstagabend einen entsprechenden Bericht des "Kurier". Laut Angaben des Sprechers erhalten nach dem Modell Beamte ab 55, wenn sie in Frühpension, gehen eine einmalige Abschlagszahlung von bis zu 52.500 Euro - abhängig vom Lebensalter und von der Einstufung. Eine solchen "finanziellen Handschlag" bekommen aber nur jene Bediensteten, deren Arbeitsplatz eingespart wird.

Die Zahlung sei als Abfederung zu sehen für den Abschlag von 4 Prozent für jedes Jahr, das der Beamte vor dem 61 1/2 Lebensjahr früher in Pension geht, erläuterte Homola. Bei der Post arbeiten grundsätzlich 800 Beamte, die 55 Jahre oder älter sind. Generaldirektor Anton Wais erklärte im "Kurier", er rechne mit rund 200 Beamten, die das Modell in Anspruch nehmen.

"Kein Geschenk"

Betriebsratssprecher Martin Palensky erklärte am Donnerstagabend, das Modell sei "kein Geschenk". Die Abschläge durch die Frühpensionierung würden nur annähernd ersetzt. Dennoch sei die Vereinbarung aber ein "Ausstiegsszenario für alle Beamte, die im Zuge der Umstrukturierung ihre Posten verlieren", so Palensky gegenüber der APA.

Das Modell läuft laut Post-Sprecher Homola vorerst bis Ende dieses Jahres. Bis 2004 will die Post noch rund 2.500 Postbedienstete abgebaut werden.

"Rechnerische Größe"

Wais sprach im Kurier von einer "rechnerischen Größe, die wesentlich auch vom wirtschaftlichen Umfeld und den kommenden Lohnrunden abhängt". Personal einsparen will die Post heuer vor allem in den Bereichen Logistik und Distribution. Das Briefzentrum Wien machte etwa 500 Stellen überflüssig. (APA)

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