Weiterregieren für Reichhold das erste Ziel

19. September 2002, 19:20
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FP-Wahlparteitag wird Zitterpartie

Wien - Die FPÖ will auch in Zukunft Regierungsverantwortung tragen - wenn auch "nicht um jeden Preis". Dies erklärte der designierte FP-Chef und Infrastrukturminister Mathias Reichhold am Donnerstag in seiner Rede im Nationalrat zum ersten Ziel seiner Partei. Doch derzeit scheint in der FPÖ nichts fix zu sein. Reichhold: "Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Freiheitlichen dem Land als regierungsfähige Partei erhalten bleiben oder nicht." Er wird voraussichtlich auch als Spitzenkandidat in die Wahl ziehen.

Gerüchten zufolge gibt es noch immer eine Fraktion innerhalb der FPÖ, die andere Ziele und möglicherweise auch einen anderen Parteichef anstrebt. Genannt wird der Zweite Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn, bestätigen will dies niemand offiziell. Reichhold selbst hat sich die Latte sehr hoch gelegt - zu hoch, wie manche meinen. Er will am Samstag von 80 Prozent der Delegierten als Parteichef gewählt werden.

Im Klub hat Reichhold dem Vernehmen nach liberale Töne angeschlagen - etwa in Bezug auf die EU-Osterweiterung, die den Hardlinern in der FPÖ ein Dorn im Auge ist. (DER STANDARD, Printausgabe, 20.9.2002)

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    Nix is fix in der FPÖ: Der designierte FP-Chef und Infrastrukturminister Mathias Reichhold

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