Schweitzer: "Wir stehen wieder zur Verfügung"

19. September 2002, 20:00
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Die FPÖ tut sich mit dem Abschied von der Macht schwer

Sein erster Auftritt als freiheitlicher Klubchef geriet Karl Schweitzer gleich zur Wahlkampfrede, die naturgemäß die Gefahr einer rot-grünen Regierung in wüsten Farben an die Wand malte. Doch auch der eigenen Parteivergangenheit widmete sich Schweitzer hingebungsvoll: "Es war keine einfache Entscheidung, im Februar 2000 Regierungsverantwortung zu übernehmen." Angesichts der "Hypotheken", welche die SPÖ in Form eines 123 Milliarden Euro hohen Schuldenberges aufgebürdet habe, sei die Entscheidung im Sinne des Wohles Österreichs gefallen, meinte Schweitzer. Dass sich die FPÖ noch einmal dieser Aufgabe unterziehen würde, ist für den FP-Klubobmann keine Frage: "Wir stehen zur Verfügung."

Auf jeden Fall sei seine Partei danach "der Motor der Wendepolitik" geworden, so Schweitzer, die das "verkrustete rot-schwarze Proporzsystem aufgebrochen" habe. Die Erfolge ließen sich sehen: "Abfertigung für alle, Kindergeld, Erhöhung der Familienbeihilfe, Behindertenmilliarde, Aktion Fairness, Reform der Sozialversicherungen, Pensionsreform, Familienhospizkarenz und Aufarbeitung der Vergangenheit." Die Freiheitliche Partei dürfe zu Recht stolz sein auf ihre Regierungsmitglieder. (DER STANDARD, Printausgabe, 20.9.2002)

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